Geschichte

Am 10.April 2001 feierten wir das 100jährige Bestehen des St. Antonius-Klosters.
Ende des vorvorigen Jahrhunderts gründete sich in der Pfarre Würselen ein Krankenhaus-Bauverein, der auf das Ziel ausgerichtet war, vorhandene und bestehende Bemühungen zur Errichtung einer sozialen Einrichtung zu bündeln. Gemäß § 1 der Vereinsstatuten war die Beschaffung von Mitteln für die Errichtung einer Niederlassung der Armen Schwestern vom hl. Franziskus aus Aachen (Schervier-Schwestern) zum Zwecke der Jugenderziehung sowie der Armen- und Krankenpflege vorrangige Aufgabe.

Bereits im Frühjahr 1900 konnte auf einem geschenkten Grundstück (heute: Ecke Klosterstraße/Lehnstraße) – im Mittelpunkt der Gemeinde gelegen – mit den Arbeiten begonnen werden. In einer für damalige Verhältnisse kurzen Bauzeit war im April 1901 alles beendet, so dass die Schwestern am 10. dieses Monats unter Teilnahme vieler Wohltäter Einzug in ihr neues Domizil halten durften.

Zunächst übernahmen sechs Schwestern das St. Antonius-Kloster und begannen ihr segensreiches Wirken: Ambulante Pflege für arme Kranke, Bewahrschule für Kinder, Näh- und Sonntagsschule sowie die Koch- und Bügelschule.

Erst wesentlich später – erste Pläne bestanden im Jahre 1937, die aber zunächst nicht verwirklicht werden konnten – deutete sich die Betreuung alter Menschen im Kloster an. Dies zeigt die 1948 vom Kirchenvorstand für das Kloster beschlossene Satzung, die neben den bisherigen Aufgaben auch die Unterhaltung eines Altersheimes beinhaltet.

Der 31. März 1983 war dann ein trauriger Tag in Würselen. Aufgrund der zunehmenden Überalterung und des geringen Ordensnachwuchses wurde der Schwesterngestellungsvertrag zwischen dem Orden und der Pfarre als Träger zu diesem Termin gekündigt. Fast 82 Jahre segensreiche Tätigkeit der Schervier-Schwestern fand ihren Abschluss. Somit musste von diesem Zeitpunkt an die Kirchengemeinde neben der Trägerschaft auch die Bewirtschaftung des „Antonius-Klosters“ übernehmen. Wenn wir jetzt auch hier kein Kloster mehr sind, so werden wir bis zum heutigen Tage in der Würselener Bevölkerung noch immer gern als „Klösterchen“ bezeichnet. Selbst Post zahlreicher sozialer Institutionen erreicht uns immer noch als „Antonius-Kloster“. Man sieht, welchen bleibenden Eindruck die Schwestern in unserem Haus bzw. in ganz Würselen hinterlassen haben.

In diesem Sinne haben und werden wir weiterhin im Interesse und zum Wohle der uns anvertrauten alten und/oder pflegebedürftigen Menschen arbeiten, denn unser Auftrag ist eine ganzheitliche Förderung der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes sowie der Grund- und Menschenrechte.

Wir freuen uns, mit unserer Einrichtung 100 Jahre Sozialgeschichte in Würselen geschrieben zu haben.
 

Umgebung

Das Seniorenzentrum zeichnet sich durch die zentrale Lage im Herzen von Würselen aus. Sie haben eine gute Anbindung an die Fußgängerzone zum Morlaixplatz mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten.

In der direkten Umgebung des Zentrums finden Sie das Rathaus, viele Geschäfte, Filialen Ihrer Bank oder Sparkasse, Cafés, Friseursalons oder das Kulturzentrum „Altes Rathaus“ mit Bücherei.

Arztpraxen, Krankengymnasten oder Apotheken sind problemlos zu Fuß erreichbar.

Nur wenige Minuten Fußweg entfernt liegen die katholische Pfarrkirche St. Sebastian und der Stadtgarten.
Sollte Ihr Ziel einmal weiter entfernt liegen, so können Sie mehrere Bushaltestellen in nächster Umgebung nutzen.

 
 

Kapelle

Unser Seniorenzentrum verfügt über eine eigene Kapelle, in der regelmäßig katholische Gottesdienste und einmal im Monat ein evangelischer Gottesdienst stattfinden.
Die Gottesdienste können auch im Fernsehen über einen hauseigenen Kanal in jedes Zimmer übertragen werden. Die seelsorgerische Betreuung ist durch eine pastorale Mitarbeiterin der Pfarrgemeinde, die regelmäßig im Haus Kontakte zu den Seniorinnen und Senioren pflegt, gewährleistet.