FSJ – Erfahrungsbericht

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im Folgenden möchte ich über mein sechsmonatiges Engagement im Pflege- und Seniorenzentrum St. Antonius, in Würselen, berichten.
Einsatzstelle war die Tagesbetreuung, in der die Senioren, genannt Tagesgäste, morgens von den Angehörigen oder einem Fahrdienst zur Einrichtung gebracht und im späten Nachmittag wieder abgeholt werden.
In den ersten Tagen kam mir vieles neu und ungewohnt vor. Dementsprechend war ich etwas zurückhaltend und habe meine Kolleginnen im Umgang mit den Gästen beobachtet um daraus zu lernen. Meine Zurückhaltung legte sich aber schnell und ich wurde aktiv in den Bereich einbezogen. Dies gab mir Sicherheit und ich fühlte mich direkt als Teil des Teams.
Mein Tagesablauf war sehr vielseitig: Empfang der Gäste, Frühstück (bei Bedarf vorbereiten & anreichen), Zeitungsrunde, Gedächtnistraining, Mittagessen (Vorbereitung, Ausgabe, Anreichen), Toilettengänge, Mittagsruhe, Kaffee & Kuchen, Unterhaltung, Spiele, Verabschiedung der Gäste.
Arztbesuche, Spaziergänge, Friseurbesuche, Wochenmarkt, Gymnastik, Kochen, Backen, Botengänge sowie Ausflüge (z.B. Restaurant, Rheinfahrt, u.v.m.) gehörten ebenfalls zu meinem Aufgabengebiet. Hinzu kamen tolle Veranstaltungen, wie Karneval, Osterbrunch und ein Kirmesbesuch.
Ein weiteres, erwähnenswertes Ereignis war der gegenseitige Besuch mit der Kleebachschule, bei dem man sehr gut sehen konnte, wie Senioren und Kinder/Jugendliche voneinander profitieren, sich über Besuche freuen und auch voneinander lernen.
Des Weiteren durfte ich bei einer neuen FSJ’lerin die Anleitung übernehmen und ihr meinen Aufgabenbereich zeigen und erklären.
Letztendlich bleibt zu sagen, dass mich das halbe Jahr im Pflege- und Seniorenzentrum St. Antonius gestärkt und sehr erfreut hat und ich es jederzeit wiederholen würde.
Ebenfalls eine tolle Erfahrung waren die Seminare, die vom Bistum Aachen festgelegt sind, in denen man die anderen FSJ’ler trifft, sich austauscht, Probleme klären kann und vieles Neues lernt, sowie weitere vielseitige Erfahrungen macht.
Mein Fazit ist durchweg positiv und ich kann jedem, der beispielsweise keinen Studienplatz bekommen hat oder nach dem Schulabschluss noch nicht weiß, wie es weitergehen wird, empfehlen, sich sozial, in Form von einem Freiwilligen Sozialen Jahr, zu engagieren.
Man lernt kleinere Dinge viel mehr zu schätzen. Dieses Gefühl andere Leute, die mehr oder weniger auf Hilfe angewiesen sind, lachen zu sehen, kann man in Worten nicht beschreiben!

Viele Grüße,    Tom Tylicki